Allgemeines zum Schmalganglagerbetrieb

Produkte: Schmalganglagerbetrieb

Zur Erhöhung der Lagerkapazitäten werden Regale immer höher und Gänge schmaler. Zum Ein- und Auslagern der umzuschlagenden Güter dienen vollelektronische Staplersysteme, die nur auf Böden mit sehr geringen Ebenheitstoleranzen ihre volle Leistung erbringen können. Die notwendige Ebenheit lässt sich nur durch spezielle Verfahren erzielen.

 

Vorteile auf einen Blick

  • vollflächiges Schleifen der Regalgänge
  • streifenweises Schleifen der Fahrspuren
  • flächiger Einbau von Magnesiaestrich

Wir beraten Sie gerne und erarbeiten Ihnen ein kostenloses Angebot – genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten!

Schmalganglagerbetrieb aus Kirchlinteln / Verden
Ebenheit nach DIN 15185

Produkte: Ebenheit nach DIN 15185

[Bisherige Anforderungen nach DIN 15185 Lagersysteme mit leitliniengeführten Flurförderfahrzeugen / wird ersetzt durch EN 15620:2008, Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Verstellbare Palettenregale – Grenzabweichungen, Verformungen und Freiräume]

Die Kapazität eines Schmalganglagers ist nur dann optimal genutzt, wenn die geplante Umschlagsgeschwindigkeit sicher erreicht wird. Aus Kostengründen wird häufig versucht, handelsübliche Industrieböden mit Ebenheiten nach DIN 18202 mit meist untauglichen Methoden (z. B. manuelles Nachschleifen der Hochpunkte, Aufspachteln der Tiefpunkte, Verlaufsbeschichtungen) nachträglich auf “DIN 15185“ zu bringen.

“Sparsam“ schaut dann der spätere Nutzer nach der Inbetriebnahme des Schmalgang-staplers, wenn der Servicetechniker Bedenken anmeldet und gezwungen ist, die mögliche Staplergeschwindigkeit zu halbieren (DIN 15185 Teil 1 Punkt 3; Funktionssicherheit).

Damit Ihr Schmalganglager optimal und von Anfang an problemlos funktioniert, lassen Sie sich kostenlos beraten!
Mindestanforderungen:

Genauigkeit (Auszug aus DIN 15185, Teil 1)

 

 

b) Der tragende Untergrund (Sohlplatte) muss eine Festigkeit aufweisen, die einem Beton der Güteklasse B25 (C25/30) entspricht.

c) Winkeltoleranzen nach DIN 18202 dürfen auch unter Berücksichtigung von Setzungen / Verformungen nicht überschritten werden und sind auf 50 % der Werte der DIN 18202 zu begrenzen.
Häufige Führungsarten:

Beispiel für mechanische Zwangsführung ohne ausbetonierten Regalsockel
Beispiel für induktive Führung
Komplexes Zusammenspiel der Lagersystemkomponenten:

(Betonboden – Stapler – Regal)

„Fördertechnische Geräte werden immer leistungsfähiger. Insbesondere hinsichtlich Fahrbeschleunigung, Fahrgeschwindigkeit, Hubgeschwindigkeit, und Tragfähigkeit gibt es beträchtliche Verbesserungen.“


[Willibald A. Günther: Einfluss der Bodenungenauigkeit auf…, April 2004; Manfred Munz: VDI-Bericht 1748]

 

 

Praktizierte Bodenbau – Verfahren:

1. Betonboden + Magnesiaestrich (Spannseil – Technik)

 

nivelliertes Spannseil

 

 

Unterlegplättchen zur Höhenjustierung

 

 

maschinengespachtelte Oberfläche

 

 

Eine mögliche Methode, die Genauigkeit nach DIN 15185 zu erzielen.
Der Einbau eines Betonbodens mit Magnesiaestrich erfolgt in zwei zeitlich versetzten Arbeitsgängen. Der Betonboden wird nach Erhärtung zum Aufbringen der Nutzschicht mittels Kugelstrahlen vorbehandelt und erhält eine spezielle Haftbrücke, um den Verbund zwischen Beton und Magnesiaestrich zu gewährleisten. Die erforderliche Genauigkeit des Magnesiaestrichs wird dadurch erzielt, dass man Seile zum höhengerechten Abziehen des Estrichmaterials spannt und diese per Unterlegplättchen höhenfixiert und nivelliert. Zum Ausrichten der Spannseile muss ein Regalplan vorhanden sein. Die Seile werden so vorgerichtet und eingemessen, dass beim Einbau des Magnesiamaterials die erforderliche Genauigkeit in den Fahrgassen erzielt wird.

b) Lasergesteuertes Schleifen ….

 

schleifen der gesamten Gangbreite

 

 

schleifen der Fahrspuren

 

 

Bei diesem professionellen und zielgerichteten Verfahren wird zunächst der Industrieboden komplett (Betonboden + chemische Betonverdichtung) hergestellt. Durch die chemische Betonverdichtung entsteht eine ausgezeichnete Verschleißfestigkeit der Nutzfläche, die den Verzicht auf sonst übliche Einstreuungen oder zusätzliche Schichten ermöglicht.

 

Die Einhaltung der üblichen Ebenheit für flächenfertige Böden (DIN 18202, Tab. 3, Zeile 3) ist ausreichend. Nachdem das Regalsystem montiert und der Stapler bestimmt ist, werden vom Spezialisten die sich daraus ergebenden Fahrspuren der Regalgänge mit einem Präzisionsnivellier-gerät vermessen. Auf Basis des Messprotokolls ergibt sich das spätere “Schleifprofil“, das die zulässigen Toleranzen in Längsrichtung nutzt und es so ermöglicht, die notwendige Minimierung des Höhenunterschieds der Fahrspuren mit geringstmöglicher Abtragstiefe herzustellen.

 

Der Abtrag entlang einer vorgegebenen “Nulllinie“ mit erheblich tiefer zu fräsenden Schleifspuren und damit verbundener schädigender Einflüsse auf die Bodenplatte, wird damit ausgeschlossen.
Fugenlose Betonböden mit starker Verzahnung zur Tragschicht schließen Verformungen / Aufschüsselungen an den sonst üblichen Arbeitsfugen / Fugenprofilen sowie an den Plattenrändern aus, die sich aus der gleitenden Lagerung in Verbindung mit dem Schwinden des Betons ergeben. Kostenträchtige und für Schmalgangstapler schädliche (-bei induktiver Führung durch manche Staplerhersteller ohnehin ausgeschlossene-)Dehnfugenprofile enthält diese Art der Bodenkonstruktion nicht.

 

Vorteile:
Keine Wartezeit – sofortige volle Leistungsfähigkeit des Systems – optimaler Nutzungsgrad